Ventilsteuerung bei Verbrennungsmotoren

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Georg Germany
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Ventilsteuerung bei Verbrennungsmotoren

#9051

Beitrag von Georg »

Hallo Schrauber,

da ich das Geld für meine Baukästen mit Verbrennungsmotoren verdient habe (jetzt aber ein E-Auto kaufen würde), lag es nahe, dieser untergehenden Technik ein kleines Denkmal mit Metallbaukasten zu setzen.

Ich habe einige Beispiele von Ventilsteuerungen und Antrieben der Nockenwelle an einfachen Modellen gezeigt. Es ist jeweils nur ein Zylinder gebaut.
Das einzelne Modell ist jetzt nicht so der Knaller, aber in der Zusammenschau kann der interessierte Laie doch etwas sehen und im günstigsten Fall lernt er was dazu. Nicht jede Variante, die irgendwo auf der Welt verwirklicht wurde, habe ich nachgebaut. Nach sechs Beipielen hatte ich genug. Es gibt natürlich noch Kombinationen der Beispiele oder seltsame Abwandlungen ... (z.B.: DE3932293C1)

Hier ist das Video:


Bilder und Text kommen noch später und wahrscheinlich an anderer Stelle. ;-)
Grüße
Georg

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Günther Germany
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Re: Ventilsteuerung bei Verbrennungsmotoren

#9054

Beitrag von Günther »

...
Hallo Georg,

als Nichtfachmann kann ich nur stauen wie Du mit einfachen Mitteln diese komplizierten
Steuerungen in 6 Beispielen darstellst. Eine bitte, wie wäre es mit zusätzlichen Bildern an
dieser Stelle dazu. Mich würde auch interessieren in welchen Jahren die jeweils andere
Variante entwickelt wurde. Dabei denke ich daran das wir auf eine 120 jährige Geschichte
von Verbrennungsmotoren schauen. Die jetzt durch entwickelte Batterietechnik im PKW
nicht mehr benötigt wird.

Gruß
Günther
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ReinhardY Germany
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Re: Ventilsteuerung bei Verbrennungsmotoren

#9058

Beitrag von ReinhardY »

Guten Morgen Georg,

sehr schön anzuschauende und lehrreiche Modelle im Märklin/Meccano-Mix. Wer hätte gedacht, daß Verbrennungsmotoren so übersichtlich sein können.
Für mich rätselhaft: mit welchen der verbauten Teile hast Du diesen lebensnahen Amsel-Sound hinbekommen?
So könnte man doch vllt. dem linksgrünen "Spektrum" die Verbrennungsmotoren wieder ans Herz legen.
:ok
Viele Grüße
Reinhard

Das Auge schraubt mit und:
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Georg Germany
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Re: Ventilsteuerung bei Verbrennungsmotoren

#9066

Beitrag von Georg »

Günther hat geschrieben: Gestern 20:18 Mich würde auch interessieren in welchen Jahren die jeweils andere
Variante entwickelt wurde. Dabei denke ich daran das wir auf eine 120 jährige Geschichte
von Verbrennungsmotoren schauen.
Hallo Günther,

irgendwann wird es einen Artikel in einem bekannten Magazin für die Freunde des Matallbaukastens geben, in dem Bilder der Modelle und evtl auch realer Motoren erscheinen. Ich möchte jetzt und hier nicht alles Pulver verschießen. :-)

Zu Jahreszahlen: Nikolaus Otto hat seinen Otto-Motor im Jahr 1876 vorgestellt, also vor 150 Jahren.
Die Herren Benz und Daimler bauten unabhängig voneinander im Jahr 1886 solche, bzw. ähnliche Motoren in Fahrzeuge, also vor 140 Jahren. Danach ging die Entwicklung vorwärts, jedoch nicht geradlinig, sondern oftmals verschlungen.
Viele gute Ideen sind alt, wurden aber erst spät realisiert, bzw. in Serie produziert. Die Gründe dafür waren mangelnde Materialqualität, Fertigungsmöglichkeiten, Kosten, ...

Hier ein Beispiel: Der erste erfolgreiche Vierventilmotor mit zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC 4V) stammt aus einem Rennmotor (Peugeot Grand Prix) des Jahres 1912, aber selbst in den 1980er Jahren war diese Technik noch den Sportmodellen der Hersteller vorbehalten und erst später wurde es Serientechnik in Gebrauchsfahrzeugen.

Es ist immer die Frage, was soll der Motor können?
Ein Sportmotor muss ohne Rücksicht auf Herstellkosten Rennen gewinnen und darf nach dem Rennen verschlissen sein.
Ein Gebrauchsmotor muss "ewig" halten, bei mäßigen Herstellkosten und möglichst geringem Verbrauch.
Ein einfacher Motor muss einfach und kostengünstig herzustellen sein, und auch lange halten.

Die meistgebauten, mir bekannten PKW-Motoren (100 Millionen Chevrolet Small Block, 22+ Millionen VW-Käfer,...) haben die relativ altmodische Low-Tech-Lösung mit untenliegender Nockenwelle und Stößelstangen, sind aber billig und nahezu unkaputtbar. Im Gegensatz dazu hat das am meisten gebaute Kraftfahrzeug der Welt (Honda Super CUB) eine für die Motorgröße relativ aufwendige Konstruktion.

Wenn's einfach geht, die Kundenwünsche und gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, gibt es keinen Grund, tief in die technische Trickkiste zu greifen.
Es gibt Firmen, da erwartet der Kunde die beste Lösung, bei anderen die höchste Leistung und wieder andere sagen "der Kunde erwartet kein High-Tech, aber einen niedrigen Preis". Alles sind gute Gründe und haben ihre Berechtigung.
Das sind die Gründe für vielfältige Motorenkonzepte und -Lösungen und warum sich alte Sachen manchmal lange am Markt halten. Auch z.B. weil die Entwicklung und die Fabrik schon bezahlt sind, und man als Hersteller mit kleinen Kosten immer noch Gewinn mit altem Zeug machen kann.

Aber eigentlich möchte ich hier kein Seminar über Motorenkonzepte und -Philosophie abhalten.
Grüße
Georg

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Georg Germany
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Re: Ventilsteuerung bei Verbrennungsmotoren

#9067

Beitrag von Georg »

ReinhardY hat geschrieben: Heute 09:51 Für mich rätselhaft: mit welchen der verbauten Teile hast Du diesen lebensnahen Amsel-Sound hinbekommen?
Hallo Reinhard,

auf dem Land sind manche Sachen "all inclusiv".
Grüße
Georg

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Wolfgang Germany
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Re: Ventilsteuerung bei Verbrennungsmotoren

#9071

Beitrag von Wolfgang »

Hallo Georg,

interessante und lehrreiche Anschauungsmodelle hast Du uns präsentiert, gefällt mir sehr gut.

Ich wußte gar nicht, dass es so viele Möglichkeiten gibt - die auch zur Anwendung kamen - um
Ventile beim Verbrennungsmotor zu steuern. Ich hatte schon dumme Fragen im Hinterkopf,
die Du aber schon z. T. bei Günters Anfrage beantwortet hast.

Grüße
Wolfgang
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