Hallo Schrauber,
2025 ist vorbei, 2026 angebrochen, deshalb erst mal allen Schraubern und Lesern ein gutes neues Jahr. Ich hoffe für euch das nicht alle gute Vorsätze die ihr fürs neue Jahr gefasst habt, bis zum 31.12.2026 total aus dem Fokus geraten und ihr euch dann daran nichteinmal mehr erinnern könnt. ....
Aber nun ernsthaft, Frage zu den Werkslackierungen.
Wie haben Märklin /Meccano ihre Teile lackiert?....Wurde da der Lack direkt auf das blanke Metall aufgetragen, oder gibt es darunter eine Grundierung? Ich frage weil ich ja immer irgendwelche alten Teile neu anmale.....habe aktuell wieder was zum sprühen und bin wie immer zu ungeduldig das so zu machen wie ich es in meiner Karrosserielehre gelernt habe....Entrosten, schleifen, spachteln, schleifen, grundieren, schleifen dann lackieren......das ist mir für mein Spielsach echt zuviel Aufwand......wie haben die Hersteller das in prä Pulverbeschichtungszeiten gemacht?
Grüßle
Wolfi, Anfänger
Werkslackierungen, wie?
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Wölfchen
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Fabian
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Re: Werkslackierungen, wie?
Hallo Wolfgang,
ich kann natürlich nur für Meccano sprechen. Ich habe schon viele Teile entlackt und neu lackiert und habe da noch nie eine Grundierung drunter gefunden.
Letztens habe ich mir aber doch mal einen Haftvermittler besorgt, weil ich wissen wollte, ob das die Haltbarkeit verbessert. Und das tut es tatsächlich ein wenig. Aber so haltbar wie der Lack auf den Originalteilen ist es trotzdem nicht. Die haben wohl noch andere Tricks gehabt.
Grüße
Fabian
ich kann natürlich nur für Meccano sprechen. Ich habe schon viele Teile entlackt und neu lackiert und habe da noch nie eine Grundierung drunter gefunden.
Letztens habe ich mir aber doch mal einen Haftvermittler besorgt, weil ich wissen wollte, ob das die Haltbarkeit verbessert. Und das tut es tatsächlich ein wenig. Aber so haltbar wie der Lack auf den Originalteilen ist es trotzdem nicht. Die haben wohl noch andere Tricks gehabt.
Grüße
Fabian
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Tari
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Re: Werkslackierungen, wie?
Hallo Wolfgang,
Das mache ich mit Märklinteilen.
1. komplett sandgestrahlt oder in Phosphorsäure 15 % entrostet.
2. Gewaschen und getrocknet
3. Entfettet und mit Siliconentferner behandelt.
4. Getrocknet.
5. Grundierung von Kwasny oder Dupli
6. geschliffen
7. Lackschicht
8. geschliffen
9. Lackschicht
Ergebnis - einfach schlecht und sah übel aus.
Also Lack runter.
Das ganze nochmals gemacht.
1. Entfettet
2. Grundiert.
3. Andere Lack - Habe bei Blau und Rot einfachen RAL Lack genommen. Funzt gut.
Ohne schleifen oder ähnliches. Nur einmal lackiert.
Grün habe ich noch nichts gefunden. Bin aber dran.
Super Ergebnis.
Schwarz mache ich mit kalter Brünierung bis so 15 cm Größe der Teile. Den Rest der Teile die ich brauche wird mit Schwarz Mattlack von Kwasny lackiert.
Auch hier ein gutes Ergebnis.
Gruß Mathias
Das mache ich mit Märklinteilen.
1. komplett sandgestrahlt oder in Phosphorsäure 15 % entrostet.
2. Gewaschen und getrocknet
3. Entfettet und mit Siliconentferner behandelt.
4. Getrocknet.
5. Grundierung von Kwasny oder Dupli
6. geschliffen
7. Lackschicht
8. geschliffen
9. Lackschicht
Ergebnis - einfach schlecht und sah übel aus.
Also Lack runter.
Das ganze nochmals gemacht.
1. Entfettet
2. Grundiert.
3. Andere Lack - Habe bei Blau und Rot einfachen RAL Lack genommen. Funzt gut.
Ohne schleifen oder ähnliches. Nur einmal lackiert.
Grün habe ich noch nichts gefunden. Bin aber dran.
Super Ergebnis.
Schwarz mache ich mit kalter Brünierung bis so 15 cm Größe der Teile. Den Rest der Teile die ich brauche wird mit Schwarz Mattlack von Kwasny lackiert.
Auch hier ein gutes Ergebnis.
Gruß Mathias
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Norbert
- Profi
- Beiträge: 692
- Registriert: 01.02.2021 14:12
- Wohnort: Nähe Bodensee
- Baukasten-Kenntnis: 1/2" Systeme, FAC, Eigenbaukomponenten
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Re: Werkslackierungen, wie?
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Hallo Wolfi,
besten Dank für Deine Neujahrsgrüße, denen ich mich gerne anschließe.
Das Thema Märklin-Farben scheint offensichtlich eine deutlich längere Lebensdauer zu haben, als die Herstellzeit der Bauteile andauerte.
Ich erinnere mich an viele Listen-Beiträge, welche dieses Thema erörterten, hier eine kleine Auswahl:
Am 3. März 2011 schrieb Thomas W. dazu:
Da bin ich mit den von mir bevorzugten schwarz brünierten Bauteilen deutlich besser dran, obwohl es auch damit gewisse Überraschungen geben kann.
Gruß
Norbert
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Hallo Wolfi,
besten Dank für Deine Neujahrsgrüße, denen ich mich gerne anschließe.
Das Thema Märklin-Farben scheint offensichtlich eine deutlich längere Lebensdauer zu haben, als die Herstellzeit der Bauteile andauerte.
Ich erinnere mich an viele Listen-Beiträge, welche dieses Thema erörterten, hier eine kleine Auswahl:
Am 3. März 2011 schrieb Thomas W. dazu:
In der Folge gab es mehrere Beiträge zu diesen Thema, hier von unserem längst verstorbenen Schrauberfreund Horst S. vom 20. Juni 2011:Schumi aus Tuttlingen hatte in seiner Bildergalerie glücklicherweise ein Bild mit den Farbnummern abgelegt
Hersteller: Proso:l www.prosol-farben.de
grün: Cmap: 451b1
blau: Cmap: 482d3
rot : Cmap: 405a2
Die Farbtöne wurden damals von Wolfgang K. ausgesucht.
http://w-s.medion-fotoalbum.de/ (gibt es schon lange nicht mehr)
Vorkriegsgrünblau für Streben gibts bei Renault (Ozeangrün)
Gruß Thomas
In der Folge gab es weitere Beiräge, hier z.B. von Markus S. im November 2012 zum Thema Grundieren:…Dieses Thema hatten wir schon ein paar Mal und ich gebe dir gern die Farben an, die unser R-M-Stammtischfreund Wolfgang K. einmal herausgefunden hat. Die Firma Prosol ist in mehreren Städten vertreten, für uns ist halt Wiesbaden wegen der Nähe interessant. Die Farben werden angemischt und in Spraydosen ausgeliefert. Man muss nur die Nummer angeben. Der angegebene Preis stimmt allerdings nicht mehr; er dürfte inzwischen bei etwa 16,00 € liegen.
Solltest du nach Bebra kommen: Ich werde eine Tafel mit restaurierten grünen Flachbändern in verschiedenen Stadien mitbringen.
Hier nun die Angaben von Wolfgang K.:
Cmap = Farbennummer, unter der ihr bei der Fa. Prosol die Lacke mischen lassen könnt (Preis pro Dose: Euro 11,40).
Rot: Cmap: 405a2 meine Frau und ich meinen: eine kleine Nuance Unterschied zur Originalfarbe (kaum ersichtlich)
Grün: Cmap: 451b1 meine Frau und ich meinen: kein Unterschied feststellbar; die Farbe ist auch unter Sikkens Rubbol L0.30.40 (dies ist eine Information von Markus S.) erhältlich.
Blau: Cmap: 482d3 meine Frau meint: kein Unterschied feststellbar. Ich meine: eine klitzekleine Nuance unterschiedlich zur Originalfarbe (altes blau).
Good luck! (Gut Lack!)
Gruß Horst
Nur einen Monat später schrieb unser inzwischen ebenfalls verstorbener Freund Rudolf M.:Hallo …,
Ich spritze meine Teile mit Pistole, nicht mit der Spraydose. Ich habe in den ersten Jahren immer einen Haftgrund gespritzt und je nach Teilezustand auch Filler gespritzt.
In jüngerer Zeit habe ich aber darauf verzichtet und die Teile lieber einmal mehr grün lackiert: Denn wenn die grüne Farbe abgeschabt ist, kommt der Haftgrund wieder zum Vorschein. Blankes Metall ist deutlich unauffälliger, als leuchtend weiße, hervorscheinende Kratzer. So sind in der Praxis Teile mit der schlechteren, eigentlich unsachgemäßen Lackierung paradoxerweise länger benutzbar als Teile mit einem richtigen Lackaufbau.
mfg Markus
Fazit: die Variationsbreite der Erfahrungen scheint beträchtlich zu sein und offenbar muß jede seine eigenen Erfahrungen machen, ehe es eine individuell zufriedenstellende Lösung gibt.… ich habe am 04.12. bei der Firma Prosol in Aschaffenburg je eine Spraydose Rot, Blau und Grün mischen lassen. Da ich schon länger mit der Firma in geschäftlicher Verbindung stehe, habe ich nicht weiter nach dem Preis gefragt und die Dosen wurden sofort angemischt, so daß ich darauf warten konnte.
Heute habe ich nun die Rechnung für die Dosen bekommen und bin beinahe in Ohnmacht gefallen. Nettopreis einer Dose = 15 Euro noch was.
Da ich zur Fa.Prosol nur ca. 15 Min Zeit brauche und da die grüne Dose auch schon leer war bin ich nach Aschaffenburg gefahren und wollte den Preis reklamieren und nachfragen, was der Lack kiloweise zum spritzen kostet.
Antwort des Verkäufers: Es handelt sich bei den von Georg genannten Lacknummern um einen Autolack von dem das Kilo 140,- Euro kostet und wenn man es in der Spraydose kauft dieser Betrag auf mind. 250,-- Euro hochschnellt.
Mit dem Verkäufer zusammen habe ich dann anhand der Autolackkarte einen Kustharzlack herausgesucht,der dem Cmap451b1 entspricht,davon hat dann das Kilo 28,-- Euro gekostet.
Da es sich wie bekannt um keinen RAL Ton handelt wird es notwendig sein, mit jedem Lieferanten den Farbton festzulegen, da jeder Hersteller andere Farbkarten hat.
Nachdem meine grünen Teile eh original auch schon von Jahrgang zu Jahrgang andere Farbtöne haben, kommt es mir ja auch nicht darauf an ob alle Teile exakt gleich sind. Nun muss ich mir noch eine Spritzpistole organisieren damit meine mit Rohrreiniger entlackten und mit Stahlwolle nachgesäuberten Teile nicht im Keller sofort wieder anlaufen.
Da ich im Keller lackieren muß dieweil es in der Garage zu kalt ist, hat auch meine Frau etwas davon.
Da bin ich mit den von mir bevorzugten schwarz brünierten Bauteilen deutlich besser dran, obwohl es auch damit gewisse Überraschungen geben kann.
Gruß
Norbert
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