Motorsuche
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Volker
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Motorsuche
Guten Morgen,
meine Zugmaschine ( 6 kg), Scheuerle-Anhänger ( 7,5 kg) + Bagger (15,4 kg) möchten motorisiert werden. Da ich nicht in der Lage bin, dolle Getriebe zu bauen, sollte eine einfache Rutschkupplung mit einem E-Motor genügen. Kann mir jemand einen Motor empfehlen? Der ähnlich einer Bohrmaschine
arbeitet (wenig Gas = langsam, viel Gas = schnell) + entsprechende Kraft hat. Dann vielleicht ohne Rutschkupplung? Auf meiner Zugmaschine ist Platz vorhanden.
Danke + schönen Tag
Volker
meine Zugmaschine ( 6 kg), Scheuerle-Anhänger ( 7,5 kg) + Bagger (15,4 kg) möchten motorisiert werden. Da ich nicht in der Lage bin, dolle Getriebe zu bauen, sollte eine einfache Rutschkupplung mit einem E-Motor genügen. Kann mir jemand einen Motor empfehlen? Der ähnlich einer Bohrmaschine
arbeitet (wenig Gas = langsam, viel Gas = schnell) + entsprechende Kraft hat. Dann vielleicht ohne Rutschkupplung? Auf meiner Zugmaschine ist Platz vorhanden.
Danke + schönen Tag
Volker
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dieselrauch
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
ich glaube, mit einer Motorempfehlung ist es nicht getan. Wie möchtest du den denn versorgen? Eingebauter Akku, Fernsteuerung? Wie soll der Radantrieb erfolgen? Die gängigen Märklin Differenzialgetriebe sind für hohe Belastungen ungeeignet. Und die Krafteinleitung auf die 4mm Wellen mit Stellschrauben ist auch nicht sehr belastbar. Vielleicht weiß Hans-Gerd, wie man kräftige Antriebe realisiert.
Meine Idee ist ein ganz billiger Akkuschrauber. Ist regelbar, hat viel Kraft und kommt mit passendem Akku.
Viele Grüße
Ingo
ich glaube, mit einer Motorempfehlung ist es nicht getan. Wie möchtest du den denn versorgen? Eingebauter Akku, Fernsteuerung? Wie soll der Radantrieb erfolgen? Die gängigen Märklin Differenzialgetriebe sind für hohe Belastungen ungeeignet. Und die Krafteinleitung auf die 4mm Wellen mit Stellschrauben ist auch nicht sehr belastbar. Vielleicht weiß Hans-Gerd, wie man kräftige Antriebe realisiert.
Meine Idee ist ein ganz billiger Akkuschrauber. Ist regelbar, hat viel Kraft und kommt mit passendem Akku.
Viele Grüße
Ingo
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Georg
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
hallo Ingo,
ich habe die Anfrage hierher verschoben. Bei Basteltipps und Antriebe ist sie meiner Meinung nach besser aufgehoben.
Das andere Thema ist eigentlich eher für Vorschläge, das Forum betreffend gedacht. Leider hat es dort auch Beiträge, die eher hierher gehören. (Inzwischen nicht mehr.)
Jetzt zu der Frage: So wie es aussieht, brauchst Du ordentlich Leistung für das ganze Gespann. Ich habe in solchen Fällen ebenfalls schon Technik von Akkuschraubern gesehen (nicht von mir).
Ein Gummireifen, der axial auf einen anderen Reifen oder eine Blechscheibe drückt, ist in vielen Fällen eine gute Rutschkupplung. Dito ein Seil, das auf der Schnurlaufrolle durchrutscht bei Überlastung. Aber das sind alles Lösungen für "Spielzeug-Anwendungen", nicht für deinen Heavy-Duty-Einsatz.
Im Übrigen bezweifle ich, dass Du ohne den Einsatz von Zahnrädern auskommst, und damit vor dem Problem stehst, dass die Naben mit Stellschrauben auf den Wellen durchdrehen.
hallo Ingo,
ich habe die Anfrage hierher verschoben. Bei Basteltipps und Antriebe ist sie meiner Meinung nach besser aufgehoben.
Das andere Thema ist eigentlich eher für Vorschläge, das Forum betreffend gedacht. Leider hat es dort auch Beiträge, die eher hierher gehören. (Inzwischen nicht mehr.)
Jetzt zu der Frage: So wie es aussieht, brauchst Du ordentlich Leistung für das ganze Gespann. Ich habe in solchen Fällen ebenfalls schon Technik von Akkuschraubern gesehen (nicht von mir).
Ein Gummireifen, der axial auf einen anderen Reifen oder eine Blechscheibe drückt, ist in vielen Fällen eine gute Rutschkupplung. Dito ein Seil, das auf der Schnurlaufrolle durchrutscht bei Überlastung. Aber das sind alles Lösungen für "Spielzeug-Anwendungen", nicht für deinen Heavy-Duty-Einsatz.
Im Übrigen bezweifle ich, dass Du ohne den Einsatz von Zahnrädern auskommst, und damit vor dem Problem stehst, dass die Naben mit Stellschrauben auf den Wellen durchdrehen.
Grüße
Georg
Ich schraube, also bin ich.
Georg
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Cord
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
mein 14 kg schwerer Mobilkran braucht eine Antriebsleistung von etwa 10 Watt, um über tiefen Teppich zu fahren und könnte dann noch einen 5 Kg Anhänger ziehen - allerdings langsam (Modelcraft-Getriebemotor der RB35-Reihe mit 1:100 Übersetzung). Du wirst also wohl mindestens 30 Watt Antriebsleistung brauchen, wenn Du einigermaßen schnell oder aufwärts fahren können willst. Das Thema Zahnräder sehe ich wie Georg, da für Kurvenfahrt wohl ein Differential erforderlich sein wird. Das Verrutschen von Zahnräden verhindere ich, indem ich bei Bedarf kleine Flachstellen in die Wellen feile, auf die die Stellschrauben aufsetzen. Die Erfahrung mit meinem Kran zeigt, dass bei Antrieb nur einer Achse häufig die Räder durchdrehen würden (weshalb ich zwei Achsen antreibe). Deine Zugmaschine wird deshalb hinten vermutlich viel Ballastgewicht brauchen.
Gruß
Cord
mein 14 kg schwerer Mobilkran braucht eine Antriebsleistung von etwa 10 Watt, um über tiefen Teppich zu fahren und könnte dann noch einen 5 Kg Anhänger ziehen - allerdings langsam (Modelcraft-Getriebemotor der RB35-Reihe mit 1:100 Übersetzung). Du wirst also wohl mindestens 30 Watt Antriebsleistung brauchen, wenn Du einigermaßen schnell oder aufwärts fahren können willst. Das Thema Zahnräder sehe ich wie Georg, da für Kurvenfahrt wohl ein Differential erforderlich sein wird. Das Verrutschen von Zahnräden verhindere ich, indem ich bei Bedarf kleine Flachstellen in die Wellen feile, auf die die Stellschrauben aufsetzen. Die Erfahrung mit meinem Kran zeigt, dass bei Antrieb nur einer Achse häufig die Räder durchdrehen würden (weshalb ich zwei Achsen antreibe). Deine Zugmaschine wird deshalb hinten vermutlich viel Ballastgewicht brauchen.
Gruß
Cord
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Volker
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Re: Motorsuche
Guten Morgen + danke für die hilfreichen Antworten.
Ich habe natürlich ein Differential eingebaut. Hier gehe ich Durchdrehen aus dem Weg, indem ich
1) nur Zahnräder mit 2 Stellschrauben verarbeite,
2) Wellen anfeile +
3) Sekundenkleber benutze (alles vom Forum gelernt!).
Da dreht nichts mehr durch.
Die Idee mit dem Akkuschrauber ist gut, läßt sich aber bei meiner Zugmaschine nicht verwirklichen, da der Platz dafür nicht reicht.
Ich denke, ich werde Cord`s Vorschlag aufgreifen.
Komme ich denn mit 30 Watt aus? Aus meiner aktiven "Handwerkerzeit" erinnerte ich mich, daß eine gute Schlag-Bohrmaschine 800 - 1.000 Watt haben sollte. Und das glaubte ich auch einbauen zu müssen, damit die Zugmaschine auch "einen Hering vom Teller" ziehen kann.
Ich freue mich über weitere Äußerungen + wünsche allen einen schönen Tag
Volker
Ich habe natürlich ein Differential eingebaut. Hier gehe ich Durchdrehen aus dem Weg, indem ich
1) nur Zahnräder mit 2 Stellschrauben verarbeite,
2) Wellen anfeile +
3) Sekundenkleber benutze (alles vom Forum gelernt!).
Da dreht nichts mehr durch.
Die Idee mit dem Akkuschrauber ist gut, läßt sich aber bei meiner Zugmaschine nicht verwirklichen, da der Platz dafür nicht reicht.
Ich denke, ich werde Cord`s Vorschlag aufgreifen.
Komme ich denn mit 30 Watt aus? Aus meiner aktiven "Handwerkerzeit" erinnerte ich mich, daß eine gute Schlag-Bohrmaschine 800 - 1.000 Watt haben sollte. Und das glaubte ich auch einbauen zu müssen, damit die Zugmaschine auch "einen Hering vom Teller" ziehen kann.
Ich freue mich über weitere Äußerungen + wünsche allen einen schönen Tag
Volker
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Norbert
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Re: Motorsuche
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Hallo Volker,
Der Sinn einer Stellschraube ist es, die Welle an die gegenüberliegende Wandung der Bohrung zu pressen, damit sie sich in Längsrichtung nicht verdrehen kann.
Technisch besser sind zwei Stellschrauben unter 120° (wie z.B. beim FAC-Baukasten). Die drücken nämlich beide die Welle an die gegenüberligende Wand der Bohrung.
Zur Vermeidung des Durchdrehens einer Welle in einer Bohrung ist eine Flachstelle am Sitz der Stellschraube eine zielführende Lösung.
Gruß
Norbert
.
Hallo Volker,
Das ist keine gute Idee, denn zwei gegenüberliegende Stellschrauben bilden eine Drehachse, um die sich die Welle im Rahmen ihres Spiels in der Bohrung drehen kann und dabei u.U. die Stellschrauben lösen.1) nur Zahnräder mit 2 Stellschrauben verarbeite,
Der Sinn einer Stellschraube ist es, die Welle an die gegenüberliegende Wandung der Bohrung zu pressen, damit sie sich in Längsrichtung nicht verdrehen kann.
Technisch besser sind zwei Stellschrauben unter 120° (wie z.B. beim FAC-Baukasten). Die drücken nämlich beide die Welle an die gegenüberligende Wand der Bohrung.
Zur Vermeidung des Durchdrehens einer Welle in einer Bohrung ist eine Flachstelle am Sitz der Stellschraube eine zielführende Lösung.
Gruß
Norbert
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Georg
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,Volker hat geschrieben: ↑17.01.2026 11:27 Komme ich denn mit 30 Watt aus? Aus meiner aktiven "Handwerkerzeit" erinnerte ich mich, daß eine gute Schlag-Bohrmaschine 800 - 1.000 Watt haben sollte. Und das glaubte ich auch einbauen zu müssen, damit die Zugmaschine auch "einen Hering vom Teller" ziehen kann.
eine richtige Schlagbohrmaschine wäre überdimensioniert. Sowohl von der Leistung als auch vom Platzbedarf her.
Ich dachte eher an sowas wie einen "Edelspielzeug"-Schrauber Bosch IXO oder dergleichen. Die gibt's gebraucht schon für kleines Geld und sie sind handlich.
Die Stoßstange Deiner Zugmaschine gefällt mir. Eine sinnvolle Verwendung der orangen Teile.
Was hat die Zugmaschine für Räder? (Ich meine nicht die Reifen, sondern die roten Dinger, auf denen die Reifen sind)
Grüße
Georg
Ich schraube, also bin ich.
Georg
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Cord
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
ein kleines Gedankenspiel zum Thema Antriebsleistung:
Deine Zugmaschine zieht Anhänger und Bagger (insgesamt ca. 29 kg) mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 mm/s (schon recht schnell für ein Modell) eine 30-Grad-Schräge hoch. Dann brauchst Du dafür eine mechanische Leistung an der Hinterachse von ca. 40 W (Getriebereibung usw. vernachlässigt). Bei einer Geschwindigkeit von 150 mm/s würdest Du ca. 20W, bei einer 10-Grad-Schräge und 300 mm/s ca. 15W brauchen. Das sind wohlgemerkt mechanische Leistungen. Die hierfür erforderliche elektrische Leistung des Motors liegt vermutlich doppelt so hoch, da die Wirkungsgrade kleiner Modellantriebe recht niedrig sind.
Mit einem 1000W-Borhmaschinenantrieb könnte deine Zugmaschine samt Anhäger und Bagger ca. 7 m/s oder 25km/h fahren und an Modell-Truckrennen teilnehmen. Rein theoretisch, denn vermutlich verlierst Du schon in der ersten Kurve der Rennstrecke den schönen Bagger – vorausgesetzt das Differentialgetriebe hält bis dahin.
Um die 40W mechanische Leistung aus dem Gedankenspiel an Deine beiden Räder zu bringen brauchst Du bei einem Raddurchmesser von 100mm ein Antriebsmoment an der Radachse von ca. 700 Ncm mit einer Radwellendrehzahl von ca. 50 U/min. Das wären die „Abtriebswellen“-Daten nach denen Du einen Motor aussuchen könntest, wenn der Antrieb direkt auf die Radachsen wirken würde.
Allerdings machen die 40 W des obigen Gedankenspiels wenig Sinn, denn damit Deine Zugmaschine Anhänger und Bagger die Schräge hochziehen können, müßten die beiden Hinterachsräder in Summe ca. 140 N oder ca. 14 Kg Zugkraft auf die Straße bringen. Unter günstigsten Bedingungen (weiches Gummi auf weichem Gummi) müßtest Du die Hinterachse mit ca. 20 Kg belasten, damit die Räder nicht durchdrehen. Deine ganze Zugmaschine wiegt aktuell aber nur 6 Kg.
Langer Rede kurzer Sinn: Die Bohrmaschinenerfahrung (je mehr Leistung, desto besser) trägt hier nicht wirklich. Mein Kranantrieb (ca. 10 W) wäre aber wohl auch etwas zu klein. Wichtig wäre zu wissen, was Deine Zugmaschine können soll (Maximalgeschwindigkeit, maximale Schräge, Übersetzung zwischen Motor und Rad, wie langsam willst Du rangieren können, wie viel Platz hast Du). Das würde die Motorauswahl erleichtern. Und ich würde über eine zweite Hinterachse nachdenken. Das ist zwar einiger zusätzlicher Schraub-Aufwand, würde aber helfen, die Antriebsleistung auf die Straße zu bringen. Könne auch gut aussehen, vorausgesetzt Du hst noch ein Paar der schönen Reifen und Felgen.
Gruß
Cord
ein kleines Gedankenspiel zum Thema Antriebsleistung:
Deine Zugmaschine zieht Anhänger und Bagger (insgesamt ca. 29 kg) mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 mm/s (schon recht schnell für ein Modell) eine 30-Grad-Schräge hoch. Dann brauchst Du dafür eine mechanische Leistung an der Hinterachse von ca. 40 W (Getriebereibung usw. vernachlässigt). Bei einer Geschwindigkeit von 150 mm/s würdest Du ca. 20W, bei einer 10-Grad-Schräge und 300 mm/s ca. 15W brauchen. Das sind wohlgemerkt mechanische Leistungen. Die hierfür erforderliche elektrische Leistung des Motors liegt vermutlich doppelt so hoch, da die Wirkungsgrade kleiner Modellantriebe recht niedrig sind.
Mit einem 1000W-Borhmaschinenantrieb könnte deine Zugmaschine samt Anhäger und Bagger ca. 7 m/s oder 25km/h fahren und an Modell-Truckrennen teilnehmen. Rein theoretisch, denn vermutlich verlierst Du schon in der ersten Kurve der Rennstrecke den schönen Bagger – vorausgesetzt das Differentialgetriebe hält bis dahin.
Um die 40W mechanische Leistung aus dem Gedankenspiel an Deine beiden Räder zu bringen brauchst Du bei einem Raddurchmesser von 100mm ein Antriebsmoment an der Radachse von ca. 700 Ncm mit einer Radwellendrehzahl von ca. 50 U/min. Das wären die „Abtriebswellen“-Daten nach denen Du einen Motor aussuchen könntest, wenn der Antrieb direkt auf die Radachsen wirken würde.
Allerdings machen die 40 W des obigen Gedankenspiels wenig Sinn, denn damit Deine Zugmaschine Anhänger und Bagger die Schräge hochziehen können, müßten die beiden Hinterachsräder in Summe ca. 140 N oder ca. 14 Kg Zugkraft auf die Straße bringen. Unter günstigsten Bedingungen (weiches Gummi auf weichem Gummi) müßtest Du die Hinterachse mit ca. 20 Kg belasten, damit die Räder nicht durchdrehen. Deine ganze Zugmaschine wiegt aktuell aber nur 6 Kg.
Langer Rede kurzer Sinn: Die Bohrmaschinenerfahrung (je mehr Leistung, desto besser) trägt hier nicht wirklich. Mein Kranantrieb (ca. 10 W) wäre aber wohl auch etwas zu klein. Wichtig wäre zu wissen, was Deine Zugmaschine können soll (Maximalgeschwindigkeit, maximale Schräge, Übersetzung zwischen Motor und Rad, wie langsam willst Du rangieren können, wie viel Platz hast Du). Das würde die Motorauswahl erleichtern. Und ich würde über eine zweite Hinterachse nachdenken. Das ist zwar einiger zusätzlicher Schraub-Aufwand, würde aber helfen, die Antriebsleistung auf die Straße zu bringen. Könne auch gut aussehen, vorausgesetzt Du hst noch ein Paar der schönen Reifen und Felgen.
Gruß
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Volker
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Re: Motorsuche
Danke an alle!
Die Reifen habe ich von Hans-Gerd + von einem anderen "Schrauber-Freund" (nicht aus dem Forum). Georg, die roten Dinger sind Felgen, Drucke, die ein anderer Freund für die Reifen gemacht hat. Sehen toll aus, natürlich mit Hutmuttern. Cord, 3-achsige Zugmaschine sieht bestimmt besser aus, aber muß ich dann nicht beide Achsen antreiben? Und das wird mich wahrscheinlich überfordern. Aber ich werde es versuchen, auch aus Platzgründen.
Die Zugmaschine hat hinten "hydraulische Stützen" + auf der Ladefläche eine Seilwinde, um den Bagger (antriebslos) auf den Tieflader zu ziehen.
Das sieht witzig aus. Fahren möchte ich damit nur im Bastelraum, also eben auf Teppichboden.
Schönen Abend
Volker
Die Reifen habe ich von Hans-Gerd + von einem anderen "Schrauber-Freund" (nicht aus dem Forum). Georg, die roten Dinger sind Felgen, Drucke, die ein anderer Freund für die Reifen gemacht hat. Sehen toll aus, natürlich mit Hutmuttern. Cord, 3-achsige Zugmaschine sieht bestimmt besser aus, aber muß ich dann nicht beide Achsen antreiben? Und das wird mich wahrscheinlich überfordern. Aber ich werde es versuchen, auch aus Platzgründen.
Die Zugmaschine hat hinten "hydraulische Stützen" + auf der Ladefläche eine Seilwinde, um den Bagger (antriebslos) auf den Tieflader zu ziehen.
Das sieht witzig aus. Fahren möchte ich damit nur im Bastelraum, also eben auf Teppichboden.
Schönen Abend
Volker
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Hans-Gerd
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
um Deine Frage direkt zu beantworten:
Wenn Dir eine Geschwindigkeit von 1 km/h an einer Steigung von 10° genügt, dann sollte eine Leistung von 30 W ausreichen.
Die Masse Deines Modells beträgt 29 kg, was einer Gewichtskraft von 29 kg * 9,81 m/s^2 = 284 N entspricht.
Bei einer Steigung von 10° errechnet sich deren Sinus zu sin(10°) = 0,174.
Daraus ergibt sich eine Hangabtriebskraft von FH = 284N * 0,174 = 49 N.
Eine Geschwindigkeit von 1 km/h entspricht 0,28 m/s.
Die mechanische Leistung beträgt ohne Berücksichtigung irgendwelcher Widerstände zusammengedrückter Reifen o. ä demnach
P = FH * v = 49N * 0,28 m/s = 13,7 Watt.
Geht man von einem Wirkungsgrad von 50% aus, dann sollte ein Antriebsmotor mit einer Leistung von 30 W ausreichen. Alles andere ist dann Sache der Getriebeauslegung.
Wenn es doppelt so schnell sein soll, dann wären es 60 W usw.
Dann stellt sich allerdings die berechtigte Frage, wie diese Leistung über die standardmäßigen Verbindungen auf die Straße gebracht werden soll. Ohne eine Abflachung der Wellen wird es dann wahrscheinlich nicht funktionieren.
Insgesamt entspricht es dem von Cord genannten Gedankenspiel, wobei eine Schräge von 30° aus meiner Sicht für ein solches Modell etwas übertrieben ist.
Ich berechne meine Antriebe meist so, dass ein Modell möglichst mit einer Geschwindigkeit von 1 km/h eine Steigung von 10° bewältigt - es hängt eben davon ab, welcher Motor zur Verfügung steht und hineinpasst.
Dann schafft es auch 15 oder 20°, aber eben entsprechend langsamer.
Bei meinen beiden 20kg-Modellen verwende ich z. B. 2 Motoren, die auf eine Welle arbeiten - auch das geht problemlos.
Gruß
Hans-Gerd
um Deine Frage direkt zu beantworten:
Wenn Dir eine Geschwindigkeit von 1 km/h an einer Steigung von 10° genügt, dann sollte eine Leistung von 30 W ausreichen.
Die Masse Deines Modells beträgt 29 kg, was einer Gewichtskraft von 29 kg * 9,81 m/s^2 = 284 N entspricht.
Bei einer Steigung von 10° errechnet sich deren Sinus zu sin(10°) = 0,174.
Daraus ergibt sich eine Hangabtriebskraft von FH = 284N * 0,174 = 49 N.
Eine Geschwindigkeit von 1 km/h entspricht 0,28 m/s.
Die mechanische Leistung beträgt ohne Berücksichtigung irgendwelcher Widerstände zusammengedrückter Reifen o. ä demnach
P = FH * v = 49N * 0,28 m/s = 13,7 Watt.
Geht man von einem Wirkungsgrad von 50% aus, dann sollte ein Antriebsmotor mit einer Leistung von 30 W ausreichen. Alles andere ist dann Sache der Getriebeauslegung.
Wenn es doppelt so schnell sein soll, dann wären es 60 W usw.
Dann stellt sich allerdings die berechtigte Frage, wie diese Leistung über die standardmäßigen Verbindungen auf die Straße gebracht werden soll. Ohne eine Abflachung der Wellen wird es dann wahrscheinlich nicht funktionieren.
Insgesamt entspricht es dem von Cord genannten Gedankenspiel, wobei eine Schräge von 30° aus meiner Sicht für ein solches Modell etwas übertrieben ist.
Ich berechne meine Antriebe meist so, dass ein Modell möglichst mit einer Geschwindigkeit von 1 km/h eine Steigung von 10° bewältigt - es hängt eben davon ab, welcher Motor zur Verfügung steht und hineinpasst.
Dann schafft es auch 15 oder 20°, aber eben entsprechend langsamer.
Bei meinen beiden 20kg-Modellen verwende ich z. B. 2 Motoren, die auf eine Welle arbeiten - auch das geht problemlos.
Gruß
Hans-Gerd
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Georg
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
die roten Dinger sind Räder und nur nach denen habe ich gefragt.
Eine Felge ist nur der äußere Teil des Rades, der die Verbindung zum Reifen herstellt. Beim Fahrrad-Laufrad ist es augenfällig: Felge, Speichen und Nabe bilden zusammen das Laufrad, wobei der Reifen dann in der Felge liegt.
Weil sie so schön vorbildlich aussehen, wurde ich darauf aufmerksam.
Wie ist die Befestigung zur Achse? Ist von innen eine Lochscheibe dagegen geschraubt oder eine Nabe irgendeiner Art eingepresst oder eingedruckt?
Ich habe kein Interesse daran, aber Dein Freund kann mit dem Druck der Räder ein paar Geldstücke extra verdienen. Da gibt's sicher Interessenten.
Grüße
Georg
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Re: Motorsuche
Guten Morgen Georg,
hier 4 Fotos der Räder. Die Halbschalen habe ich mit entsprechend langen Schrauben verbunden, bei Doppelbereifung 2 noch längere Schrauben benutzt, Hutmuttern außen. Um die Räder auf den Achsen kraftschlüssig zu befestigen, habe ich eine Schraube auf den äußeren Ring gesetzt, damit der äußere / innere Stellring durch seine Befestigungsschraube die Kraft an das Rad bringt. Ob das funktioniert werde ich erst nach Einbau eines Motors sehen, evtl. auch kleben. Auf Deine Idee - mit der inneren Lochscheibe - bin ich nicht gekommen, werde ich aber auch versuchen. Die dicke Märklin-schraube außen sieht nicht so schön aus, aber vielleicht genügt auch nur die innere, nicht sichtbare. Versuch macht klug!
Schönen Sonntag
Volker
hier 4 Fotos der Räder. Die Halbschalen habe ich mit entsprechend langen Schrauben verbunden, bei Doppelbereifung 2 noch längere Schrauben benutzt, Hutmuttern außen. Um die Räder auf den Achsen kraftschlüssig zu befestigen, habe ich eine Schraube auf den äußeren Ring gesetzt, damit der äußere / innere Stellring durch seine Befestigungsschraube die Kraft an das Rad bringt. Ob das funktioniert werde ich erst nach Einbau eines Motors sehen, evtl. auch kleben. Auf Deine Idee - mit der inneren Lochscheibe - bin ich nicht gekommen, werde ich aber auch versuchen. Die dicke Märklin-schraube außen sieht nicht so schön aus, aber vielleicht genügt auch nur die innere, nicht sichtbare. Versuch macht klug!
Schönen Sonntag
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Re: Motorsuche
Guten Morgen Hans-Gerd,
danke auch für Deine Ausführungen. Habe jetzt einen 30 W Motor der Fa. Firma, die Cord empfohlen hat, bestellt + dann schau`n wir mal.....
Und den muß ich dann auch noch einbauen.
Schönen Sonntag
Volker
danke auch für Deine Ausführungen. Habe jetzt einen 30 W Motor der Fa. Firma, die Cord empfohlen hat, bestellt + dann schau`n wir mal.....
Und den muß ich dann auch noch einbauen.
Schönen Sonntag
Volker
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Hans-Gerd
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
dieser Motor würde mich auch interessieren, aber ich denke, dass Du irgendwann sowieso weitere Bilder einstellen wirst.
Wie Cord bereits bemerkte, haben diese einfachen Kollektormotore meist nur einen Wirkungsgrad von 50 bis 60%, selten etwas mehr.
Für eine mechanische Leistung von 30 W an der Welle wird er also eine elektrische Leistung von 50 bis 60 W aufnehmen.
Bei einer Spannung von 12 V entspricht das einem Strom von 4 bis 5 A; dieser muss ja auch zur Verfügung gestellt werden, wenn der Motor nicht schlapp machen soll.
Bei meinem Duell-Truck (20kg) habe ich es so gemacht, dass die Antriebskraft auf 2 große Zahnräder des Differenzials eingkoppelt wird und das größte Drehmoment somit direkt am Differenzial wirkt:
http://www.urlaub-und-hobby.de/metallba ... uck-05.jpg
Sieht zwar etwas eigenwillig aus, aber in erster Linie soll es ja funktionieren.
Das Diffenzial selbst scheint die Kräfte zu verpacken, wenngleich es inzwischen Verschleißspuren gibt.
Auch den Winkeltrieb zur gefederten Schwingachse hatte ich sicherheitshalber doppelt ausgeführt:
http://www.urlaub-und-hobby.de/metallba ... uck-06.jpg
Bis jetzt funktioniert es problemlos und ohne Auflieger lassen sich mit der Zugmaschine auf glattem Boden Pirouetten drehen
Aber das Spiel der Achsen in den Lagerungen wird halt immer größer und irgendwann ist die Nachrüstung von Miniatur-Kugellagern angesagt.
Einen "29kg-Klopper" habe ich auch noch nicht gebaut und bin sehr gespannt darauf.
Gruß
Hans-Gerd
PS:
Ich habe mich nochmal für Ede angemeldet - wie sieht das bei Dir aus?
Wenn Du nochmal als Besucher kommen würdest, dann würde ich den Duell-Truck auch mitbringen.
dieser Motor würde mich auch interessieren, aber ich denke, dass Du irgendwann sowieso weitere Bilder einstellen wirst.
Wie Cord bereits bemerkte, haben diese einfachen Kollektormotore meist nur einen Wirkungsgrad von 50 bis 60%, selten etwas mehr.
Für eine mechanische Leistung von 30 W an der Welle wird er also eine elektrische Leistung von 50 bis 60 W aufnehmen.
Bei einer Spannung von 12 V entspricht das einem Strom von 4 bis 5 A; dieser muss ja auch zur Verfügung gestellt werden, wenn der Motor nicht schlapp machen soll.
Bei meinem Duell-Truck (20kg) habe ich es so gemacht, dass die Antriebskraft auf 2 große Zahnräder des Differenzials eingkoppelt wird und das größte Drehmoment somit direkt am Differenzial wirkt:
http://www.urlaub-und-hobby.de/metallba ... uck-05.jpg
Sieht zwar etwas eigenwillig aus, aber in erster Linie soll es ja funktionieren.
Das Diffenzial selbst scheint die Kräfte zu verpacken, wenngleich es inzwischen Verschleißspuren gibt.
Auch den Winkeltrieb zur gefederten Schwingachse hatte ich sicherheitshalber doppelt ausgeführt:
http://www.urlaub-und-hobby.de/metallba ... uck-06.jpg
Bis jetzt funktioniert es problemlos und ohne Auflieger lassen sich mit der Zugmaschine auf glattem Boden Pirouetten drehen
Aber das Spiel der Achsen in den Lagerungen wird halt immer größer und irgendwann ist die Nachrüstung von Miniatur-Kugellagern angesagt.
Einen "29kg-Klopper" habe ich auch noch nicht gebaut und bin sehr gespannt darauf.
Gruß
Hans-Gerd
PS:
Ich habe mich nochmal für Ede angemeldet - wie sieht das bei Dir aus?
Wenn Du nochmal als Besucher kommen würdest, dann würde ich den Duell-Truck auch mitbringen.
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Georg
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,Volker hat geschrieben: ↑18.01.2026 09:53 ... Um die Räder auf den Achsen kraftschlüssig zu befestigen, habe ich eine Schraube auf den äußeren Ring gesetzt, damit der äußere / innere Stellring durch seine Befestigungsschraube die Kraft an das Rad bringt. Ob das funktioniert werde ich erst nach Einbau eines Motors sehen, evtl. auch kleben. Auf Deine Idee - mit der inneren Lochscheibe - bin ich nicht gekommen, werde ich aber auch versuchen. ..
die Idee mit einer langen Stellschraube als Mitnehmer ist gut, hat aber den Nachteil, dass beim Umschalten der Fahrtrichtung fast eine ganze Umdrehung Leerlauf entsteht. Mögliche Abhilfe: mehr Schrauben.
Du hast ein Rad mit sechs Speichen. Da passt eine übliche Märklin-Lochscheibe mit acht Löchern nicht richtig dazu. Würde denn ein Märklin 38er Zahnrad mit den sechs Löchern am Umfang passen? Das könntest Du sogar innen verstecken.
Für ein nie realisiertes Projekt eines Bugatti 35 (deshalb habe ich zu dem Auto Unterlagen), das dem Bugatti des argentinischen Meccano-Klons Exacto entspricht (=> https://www.dalefield.com/mwes/images/pg11.html), habe ich mir vor einigen Jahren die schönen Bugatti-Leichtmetall-Räder aus Kunststoff drucken lassen. Auch da benötigte ich eine Verbindung der Welle zum Rad, die halbwegs stimmig aussieht, einfach ist und funktioniert.
Wir (der 3D-Druckerer und ich) entschieden uns, in die Kunststoffnabe ein Profil einzudrucken, das ein 19er Standard-Ritzel aufnimmt und die Welle und das Rad drehfest verbinden. Das Ritzel ist eingepresst. Auf dem Bild ist es oben links, oben rechts ist es vor dem Verpressen und unten ist die Rückseite des Rads zu sehen. Ein etwaiges Rausrutschen des 19er Ritzels kann man durch einen Stellring auf der Rück-/Innenseite verhindern.
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Grüße
Georg
Ich schraube, also bin ich.
Georg
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Volker
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Re: Motorsuche
Guten Tag,
diese Zahnräder (oder was anderes) in den Druck einarbeiten zu lassen, Georg, ist eine tolle Idee! Karneval bin ich bei meinem "druckenden" Freund
+ werde es mit ihm besprechen.
Hans-Gerd, auch nochmals danke. Wann ist denn "Ede"? Ich habe noch nichts von Daten gelesen, bin aber evtl. auch vor Ort.
Grüße
Volker
diese Zahnräder (oder was anderes) in den Druck einarbeiten zu lassen, Georg, ist eine tolle Idee! Karneval bin ich bei meinem "druckenden" Freund
+ werde es mit ihm besprechen.
Hans-Gerd, auch nochmals danke. Wann ist denn "Ede"? Ich habe noch nichts von Daten gelesen, bin aber evtl. auch vor Ort.
Grüße
Volker
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Hans-Gerd
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Re: Motorsuche
Hallo Volker,
Ede ist diesmal am Samstag d.14. März 2026 (siehe auch viewtopic.php?f=30&t=1384).
Für mich sind es insgesamt auch immerhin 400 km und viel Aufwand für 6 Stunden Ausstellung.
Aber es macht halt Spaß und ich möchte unbedingt den MAN 4-Achser auf dem 1:16-Parcours ausprobieren.
Gruß
Hans-Gerd
Ede ist diesmal am Samstag d.14. März 2026 (siehe auch viewtopic.php?f=30&t=1384).
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Aber es macht halt Spaß und ich möchte unbedingt den MAN 4-Achser auf dem 1:16-Parcours ausprobieren.
Gruß
Hans-Gerd
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Re: Motorsuche
Hallo an alle Mitforisten,
ich klinke mich mal in diesen Thread hier ein und habe eine Frage an alle Motoren- und Getriebe Profis hier:
Mir schwebt der Umbau einer Märklin Spur 0 Uhrwerklok auf elektrischen Antrieb vor. Fernsteuerbahr, Stromversorgung über Akkupack in einem mitgeführten Personen-oder Güterwagen.
Geschätzter Leistungsbedarf: 10 bis 15 Watt.
Platzbedarf möglichst gering, sollte in etwa so groß sein, wie der dann ausgebaute Uhrwerkpack.
Dieser besteht aus 2 Platinen, welche die feder beinhalten, einige Zahnräder zur Kraftübertragung und beide Achsen, eine davon angetrieben.
Neben dem MBK ist seit etwas 4 Jahren die Märklin Spur 0 Uhrwerk-Bahn mein großes Hobby.
Anbei Fotos eines Dummies, der exakt in eine Uhrwerklok passte, von mir aber ausgebaut wurde und ein original Märklin Uhrwerkantrieb eingebaut wurde.
Viele Grüße
Friedemann
ich klinke mich mal in diesen Thread hier ein und habe eine Frage an alle Motoren- und Getriebe Profis hier:
Mir schwebt der Umbau einer Märklin Spur 0 Uhrwerklok auf elektrischen Antrieb vor. Fernsteuerbahr, Stromversorgung über Akkupack in einem mitgeführten Personen-oder Güterwagen.
Geschätzter Leistungsbedarf: 10 bis 15 Watt.
Platzbedarf möglichst gering, sollte in etwa so groß sein, wie der dann ausgebaute Uhrwerkpack.
Dieser besteht aus 2 Platinen, welche die feder beinhalten, einige Zahnräder zur Kraftübertragung und beide Achsen, eine davon angetrieben.
Neben dem MBK ist seit etwas 4 Jahren die Märklin Spur 0 Uhrwerk-Bahn mein großes Hobby.
Anbei Fotos eines Dummies, der exakt in eine Uhrwerklok passte, von mir aber ausgebaut wurde und ein original Märklin Uhrwerkantrieb eingebaut wurde.
Viele Grüße
Friedemann
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Hans-Gerd
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Re: Motorsuche
Hallo Friedemann,
ohne etwas Konkretes beitragen zu können halte ich eine Leistung von 10 bis 15 W für reichlich viel und glaube nicht, dass man einen solchen Motor in eine so kleine Lok bekommt.
Gefühlsmäßig würde ich deshalb max. etwa 5 W ansetzen - die meisten meiner kleineren (und dennoch mehrere Kilo schweren) Modelle brauchen im Mittel auch nicht mehr.
Gruß
Hans-Gerd
ohne etwas Konkretes beitragen zu können halte ich eine Leistung von 10 bis 15 W für reichlich viel und glaube nicht, dass man einen solchen Motor in eine so kleine Lok bekommt.
Gefühlsmäßig würde ich deshalb max. etwa 5 W ansetzen - die meisten meiner kleineren (und dennoch mehrere Kilo schweren) Modelle brauchen im Mittel auch nicht mehr.
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Hans-Gerd
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Re: Motorsuche
Hallo Hans-Gerd,
deswegen ja meine Frage an Euch Experten, da ich hier keinerlei praktische Erfahrungen habe.
5 Watt entspricht wohl der Leistungsabgabe einer älteren Märklin H0 Lokomotive.
In einem Nachbarforum hat jemand so eine Uhrwerklok motorisiert und der Spezialist hat hierfür einen umgebauten Märklin H0 Motor verwendet.
Da bin ich ebenfalls im Kontakt, aber vermutlich sprengt dies meine finanziellen Möglichkeiten.
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Friedemann
deswegen ja meine Frage an Euch Experten, da ich hier keinerlei praktische Erfahrungen habe.
5 Watt entspricht wohl der Leistungsabgabe einer älteren Märklin H0 Lokomotive.
In einem Nachbarforum hat jemand so eine Uhrwerklok motorisiert und der Spezialist hat hierfür einen umgebauten Märklin H0 Motor verwendet.
Da bin ich ebenfalls im Kontakt, aber vermutlich sprengt dies meine finanziellen Möglichkeiten.
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende
Friedemann
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Hans-Gerd
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Re: Motorsuche
Hallo Friedemann,
ein umgebauter H0-Motor hört sich doch nicht schlecht an.
Obwohl ich eine Leistungsabgabe von 5W für einen solchen Motor auch für ziemlich hochgegriffen halte. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 50% müsste er dann 10W elektrische Leistung aufnehmen, was bei einer Spannung von z. B. 10V einem Strom von 1A entspricht.
Ob das realistisch ist, müssten die Modellbahn-Spezialisten wissen bzw. messen können.
Alternativ könnte man es vielleicht mit einem kleinen Getriebemotor versuchen und die Antriebskraft über einen Winkeltrieb auf die Antriebsachse koppeln.
Gruß und ebenfalls ein schönes Wochenende
Hans-Gerd
ein umgebauter H0-Motor hört sich doch nicht schlecht an.
Obwohl ich eine Leistungsabgabe von 5W für einen solchen Motor auch für ziemlich hochgegriffen halte. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 50% müsste er dann 10W elektrische Leistung aufnehmen, was bei einer Spannung von z. B. 10V einem Strom von 1A entspricht.
Ob das realistisch ist, müssten die Modellbahn-Spezialisten wissen bzw. messen können.
Alternativ könnte man es vielleicht mit einem kleinen Getriebemotor versuchen und die Antriebskraft über einen Winkeltrieb auf die Antriebsachse koppeln.
Gruß und ebenfalls ein schönes Wochenende
Hans-Gerd
